Burg

Burg Schlössel, Klingenmünster

 

 Klingenmünster

 Parkplatz unterhalb der Burg

 Jederzeit freier Zugang

 Seit der Salierzeit nahezu unverändert

 Nein

 Nein

 Nein

 

Burg ”Schlössel”:

 

Anfahrt:
Verlassen Sie die A65 an der Abfahrt Landau-Zentrum und fahren Sie auf die B38 Richtung Bad Bergzabern. In Appenhofen fahren Sie auf die L493 Richtung Heuchelheim, Klingenmünster. In Klingenmünster geht’s weiter auf der B48 Richtung Annweiler. Vor dem Pfalzklinikum am Ortsausgang führt links ein beschilderter Weg zur Burg Landeck. Aus Richtung Pirmasens (A8) kommend fahren Sie über die B10 Richtung Landau bis zur Abfahrt Hauenstein. Von hier geht’s weiter über die Ortschaft Lug (L495) bis nach Klingenmünster (L494). Vor dem Ortseingang Klingenmünster (nach dem Pfalzklinikum) führt rechts ein beschilderter Weg zur Burg Landeck. Folgen Sie der Straße ca. 200m. Fahren Sie an der Gabelung jedoch nicht links zur Burg Landeck, sondern rechts und parken Sie an dem Parkplatz auf der rechten Seite. Einige Meter weiter, der Straße folgend, geht’s dann links in den Wald, mit dem grünen Dreieck bis zur Burg. Nach ca. 1km anstrengendem Aufstieg haben Sie Ihr Ziel erreicht. Alternativ gibt es auch noch einen Rundwanderweg, beginnend am Parkplatz der Burg Landeck. Dieser ist zwar weniger anstrengend, jedoch benötigen Sie über 1 Stunde um Burg “Schlössel” zu erreichen.

 

Info:
Burg “Schlössel” hat Ihren Ursprung als karolingische Fliehfeste zum Ende des 9 Jh. Die Ringwallanlage umfasste eine Fläche von ca. 220m x 100m und wurde wahrscheinlich nie benutzt. In der Mitte des 11 Jh. wurde dann der Hügel in der Anlage aufgeschüttet und die Burg “Schlössel” errichtet. Der Ringwall diente dann als eine Art Vorburg. Im letzten Drittel des 11 Jh. wurde Burg “Schlössel” nach einer Zerstörung wieder aufgebaut und gleichzeitig umgebaut. Dieser Vorgang wiederholte sich dann nochmals zu Beginn des 12 Jh. Grund hierfür war wohl ebenfalls eine Zerstörung der Burg. Allgemein wird die endgültige Zerstörung und Aufgabe der Burg im Jahr 1168 durch Kaiser Barbarossa angenommen. Einen Beleg hierfür gibt es aber nicht. Ihre Aufgabe war wohl in erster Linie der Schutz des Klosters in Klingenmünster, so wie die Beobachtung des Heereswegs im Kaiserbachtal. Wahrscheinlich beherbergte sie auch den Vogt des Klosters. Burg “Schlössel” zählt zu den ältesten Burgen der Pfalz. Ihr heutiger Name (Schlössel oder auch Waldschlössel) entstand im 19 Jh. und hat mit dem ursprünglichen Namen wohl nichts gemeinsam. Dieser ist leider unbekannt. Ältere Forschungen haben versucht die Burg mit der urkundlich erwähnten “Walahstede” in Verbindung zu bringen, jedoch konnte dies bis heute nicht eindeutig belegt werden. Neueste Untersuchungen können diese Verbindung sogar Wiederlegen. Das Schlössel ist eine kleine Burganlage die es in sich hat. Leider ist von Ihr nicht all zu viel erhalten geblieben. Das Markanteste der Anlage stellt wohl der Wohnturm dar. Er ist heute noch ca. 6m hoch. Ursprünglich besaß er wohl 5 Stockwerke. An der Nordseite ist ein Abortschacht angebaut, der von allen Stockwerken aus benutzt werden konnte. Gut erhalten sind auch noch einige Schießscharten die gleichzeitig als Lichtschlitze dienten. Im Burghof finden bereits seit mehreren Jahren Ausgrabungen statt. Neben Keramik- und Glasresten deuten unter anderem auch der Fund von Gold auf intensive handwerkliche Tätigkeiten hin. Ebenfalls wurde ein Badehaus mit Heizungssystem sowie eine Küche ausgegraben. Davon ist aber leider derzeit nichts zu sehen, da diese Funde aus Konservierungsgründen wieder zugeschüttet wurden. Burg “Schlössel” wirkt derzeit noch wie eine Baustelle, jedoch ist auf Grund der äußerst interessanten Funde wohl noch mit einigen Überraschungen zu rechnen, welche für die Zukunft eine tolles Exemplar des Typs Burg versprechen.

 

 

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