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Ramberg
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Waldparkplatz “Drei Buchen”
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Jederzeit freier Zugang
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Einzigartige Schildmauer im Wasgau
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Landauer Hütte, 15min von der Burg entfernt
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Nein
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Nein
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Burg Neu-Scharfeneck:
Anfahrt: Man gelangt zur Burg von der A65 oder A8 kommend über die B10 Richtung Landau. Vor bzw. nach Annweiler fährt man ab, Richtung Albersweiler, und dann weiter Richtung Ramberg. Wenn man den Ort Ramberg durchquert hat geht’s noch 2,5km weiter Bergauf, bis man den Parkplatz „Drei Buchen“ auf der rechten Seite erreicht hat. Wir nehmen den Weg schräg rechts, der Beschilderung folgend (weiser Strich mit schwarzem Punkt). Nachdem wir die Burg zum ersten Mal erblickt haben (nach ca. 1,5km), führt links ein kleiner Pfad in den Wald, der uns direkt zur Burg führt. Für den relativ leichten Weg braucht man ca. 45 Minuten.
Info: Burg Neu-Scharfeneck ist eine der größten Burgruinen der Pfalz. Das Wort „größte“ soll hierbei aber nicht allein für die Grundfläche stehen. Gegründet wurde Sie vermutlich zwischen der Mitte und dem Ende des 13.Jh. In der gängigen Literatur wird immer wieder eine Urkunde aus dem Jahre 1232 zur Bestimmung der Gründungszeit herangezogen. Nach neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen handelt es sich hierbei aber um eine Fälschung aus dem 16 Jh. Ebenso gibt es für die Vermutung, daß Burg Neu-Scharfeneck als “Vorburg” von Burg Alt-Scharfeneck errichtet wurde, keinerlei Belege. Als gesichert kann auf jeden Fall der Ursprung des Scharfenecker Geschlechts bezeichnet werden. Es entstammt einer Nebenlinie der Scharfenberger, die ihren Stammsitz auf Burg Scharfenberg, neben dem Trifels, hatten. 1363 musste sich Johann IV. von Scharfeneck-Metz dem Pfalzgrafen Ruprecht I. beugen, und ihm das Öffnungsrecht zusprechen, sowie ihn als Lehnsherren anerkennen. Als 1416 mit Friedrich von Scharfeneck-Metz der letzte seiner Linie gestorben war, viel die Burg an Kurpfalz. 1469-1472 lies Pfalzgraf Friedrich I. Burg Neu-Scharfeneck zu einer der modernsten Wehranlagen der damaligen Zeit ausbauen. Es gab damals im ganzen süddeutschen Raum nahezu keine vergleichbare Anlage. Aus dieser Zeit stammt auch die gewaltige Schildmauer. Nach dem Umbau übertrug Friedrich I. die Burg und die Herrschaft seinem unehelichen Sohn, Ludwig von Bayern, der später die neue Linie Löwenstein-Scharfeneck gründete. Das angehende 16. Jh. wurde vor allem durch Streitigkeiten mit den Bauern der angrenzenden Dörfer geprägt. So blieb es nicht aus, dass Burg Neu-Scharfeneck 1525 von den Bauern eingenommen wurde. Wahrscheinlich trug sie dabei keine all zu großen Schäden davon, da sie bereits 1531 wieder vollständig saniert war. Vermutlich wurden in dieser Zeit auch noch Umbauten durchgeführt, die ihr letztendlich ein schloßartiges Aussehen gaben. Genauso wie die Gründung von Neu-Scharfeneck, so ist auch ihr Ende nicht ganz eindeutig belegbar. Sehr wahrscheinlich wurde sie im Dreißigjährigen Krieg, zwischen 1629 und 1633 zerstört. Neben verschiedenen Wirtschaftsbauten, einem Palas und einer großzügigen Wohnanlage, verfügte die Burg auch über eine 3-fache Wasserversorgung. In der Nähe der heutigen „Landauer Hütte“ befand sich der Burggarten. Einige Hinweisschilder innerhalb der Burgen deuten noch darauf hin. Absolut beeindruckend ist die ca. 60m lange, 20m hohe und ca. 12m dicke Schildmauer. Sie zählt zu den mächtigsten in Deutschland und ist durchzogen von Gängen und Gewölben. Vom oberen Plateau der Schildmauer aus haben Sie eine unbeschreibliche Aussicht. In jedem Winkel der Burg gibt es was zu entdecken. Die ganze Anlage versprüht einen Zauber, der in keinster Weise zu beschreiben ist. Wenn Sie auch alle besuchten Burgen vergessen, Neu-Scharfeneck wird Sie nicht mehr loslassen. Vielleicht liegt das auch an dem legendären „Ritter Einaug von Scharfeneck“, der noch heute durch die Gewölbe der Burg streifen soll, und schon so manchen Wanderer von seiner Burg verjagt hat. Seit Anfang 2006 sind die Gänge und Gewölbe in der Schildmauer leider nicht mehr frei zugänglich. Ein Besucher war der Meinung, er müsste ohne Taschenlampe in den Stock dunklen Räumen herumklettern, und hat sich dabei natürlich gleich einen Beinbruch zugezogen. Damit war aber das Ende der Unvernunft noch nicht erreicht. Der gute Mann hat gleich mal den Burgbesitzer, die Gemeinde Flemlingen, auf Schadensersatz verklagt und tatsächlich auch noch recht bekommen. Der Gemeinde blieb somit nicht anderes übrig, als die Gänge nur noch in Verbindung mit einer Führung zu öffnen. Es ist wirklich bedauerlich, daß durch die Unvernunft einer Person jetzt alle “vernünftigen” Besucher auf dieses einmalige Erlebnis mehr oder weniger verzichten müssen !
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